Fast fertig
Veröffentlicht in allgemein mit Tags Apple, Software, Update am 5. Februar 2010 von tobikultDie Anziehungskraft der Schönheit
Veröffentlicht in Kultur mit Tags Audioguides, Botticelli, Frankfurt, Rentner, Städel am 5. Februar 2010 von tobikultDie Botticelli-Ausstellung im Städel Museum in Frankfurt gehört in den grauschmutzigen Spätwintertagen zu den farben- und formfrohsten Angeboten für die entwöhnten Augen.
Leider hat die Werbung super funktioniert. Das Museum ist sogar unter der Woche brechend voll. Wer mich kennt, weiß, was ich mit BRECHEND meine. Besonders stehe ich auf rempelnde Frührentner, die gerne sofort lospoltern, wenn der eigene Dickkopf sich einem Exponat nähert und für ein paar Sekunden der Panoramablick in Gefahr ist.
Damit die Besuchermassen auch so richtig antisozial durch die Räume wandern, werden am Eingang Audioguides gerreicht. Diese Handys ohne Sprechmuschel wirken sofort. Wie ferngesteuerte Zombies sind diese Ruhestandsaktivisten nicht mehr in der Lage als Teilnehmer des Fussgängerverkehrs kompetent zu agieren.
Augen auf im Museumsverkehr! Wir brauchen dringend eine Sondersendung von “Der 7. Sinn”.
Aber schön gemalt hat er, der alte Botticelli. Das war auch seine einzige Chance, nicht den stinkenden Gerberbetrieb seines Alten übernehmen zu müssen.
Leider sind es nur wenige Exponate, die es in Frankfurt zu bewundern gibt. Einen Besuch der Uffizien erspart das nicht.
Und wenn ich nicht schlafen kann…
Veröffentlicht in allgemein mit Tags EBM, Früherziehung, Musik, schlaflos, Schwunggitarre am 1. Februar 2010 von tobikult…dann kann ich endlich mal wieder was für meine musikalische Früherziehung tun. Komisch, EBM geht nicht mehr nach 3:00 Uhr. Dann eben Klampfenmusik. Schwunggitarre, 2, 3,4, jawoll.
Wenn Arbeitgeber prahlen…
Veröffentlicht in allgemein mit Tags Arbeitgeber, Diskrimminierung, Lohndumping, Niedriglohn, prahlen am 31. Januar 2010 von tobikult…schadet das häufig dem Ansehen der Mitarbeiter. Im Arbeitsvertrag wird der Arbeitnehmer verpflichtet, Stillschweigen über seine Vergütung zu bewahren, und der Chef klebt dann die Informationen für alle sichtbar auf das Arbeitsgerät. In welcher Demütigungsorgie wird das für Niedriglohnopfer noch enden? Jedenfalls wird kein Mitarbeiter mehr beim Chef anfragen, ob er den Bus mal über das Wochenende mit nach Hause nehmen darf.
Oh, wie schön ist Panama!
Veröffentlicht in allgemein mit Tags Übernahmegarantie, Bildungsstreik, Hochschule, Janosch, Politik am 28. Januar 2010 von tobikultDie Generation, die mit Bilderbüchern von Janosch großgezogen wurden, ist an den Hochschulen angekommen. Zum Glück ist der Spuk des sogenannten Bildungsstreiks seit Weihnachten vorbei. Eine Übernahmegarantie ist eine prima Idee. Für das Politikgeschäft mussten wir dafür erst die EU gründen. Seitdem können wir auch drittklassige Machtmenschen in Ämtern unterbringen, die in den einzelnen Nationalstaaten schon besetzt sind.
Nützliches Türschild
Veröffentlicht in allgemein mit Tags Bürotür, Stillstand, Türschild, Verwaltung am 27. Januar 2010 von tobikultSchöne heile Arbeitswelt!
Veröffentlicht in allgemein mit Tags Arbeit, Sendung mit der Maus am 27. Januar 2010 von tobikultWoran merke ich, dass ich zuviel arbeite?
- Ich versuche die Wohnungstür mit dem Büroschlüssel zu öffnen
- Ich verabrede mich mit Freunden zum Mitarbeitergespräch
- Ich zeichne meine Einkaufsliste mit meinem Handzeichen ab
- Ich fordere von meiner Partnerin eine leistungsunabhängige Prämie fürs Müllruntertragen
Solche und ähnliche Handlungen lassen mich bei all dem Stress darüber sinnieren, ob ich mich an meinem Arbeitsplatz gut aufgehoben fühle, die Tätigkeiten anspruchsvoll genug sind für meinen wachen Geist und ob die Kolleginnen und Kollegen mich überhaupt verdient haben.
Wie in früheren Jahren, beantwortet einem Fragen nach der richtigen Berufswahl ganz anschaulich die Maus (wer sonst?).
Und wer in diesen lausigkalten Wintertagen die vielen Oldtimer des vorangegangenen Beitrags für eine unzumutbare Härte hält, hier weitere Perspektiven beruflicher Neuorientierung aus den goldenen 70ern:
Ein Wunder, dass wir uns morgens überhaupt noch aus dem Bett quälen!
Wir sind Badman
Veröffentlicht in allgemein mit Tags Alliteration, Bad Bank, Batman, Fernsehen, Hypo Real Estate, Karlsbader Beschlüsse, Konsum, Nachrichten, Politik, Rösler, Schreiber, Stoiber, Strauß, Westerwelle, Wulff, Zensur am 22. Januar 2010 von tobikultSeit einem Jahr haben wir keinen Fernseher mehr. Wer jetzt glaubt, wir lebten hinter dem Mond, der irrt. Natürlich informieren wir uns über das Weltgeschehen und den einen oder anderen Sack Reis, der in China ungeheuerliche Dinge tut. Das Internet bietet hier eine Reihe von Angeboten, die auch den täglichen Nachrichtenkonsum in bewegten Bildern sicherstellen. Der Vorteil liegt für uns auf der Hand: Die Nachrichten laufen dann, wenn wir wollen. Seit einem Jahr haben wir keine Fernsehwerbung mehr konsumieren müssen. Es entstehen bereits echte Wissenslücken. In einigen Gesprächen kam man auf einen Mitarbeiter bei 1&1 zu sprechen, der sich uns bisher nicht vorgestellt hat, ansonsten aber bei allen Bundesbürgern bekannt zu sein scheint.
Gestern kam ich ob der Tagesdosis Nachrichten hinsichtlich meines Konsumverhaltens ins Grübeln. Mir wurden nur Geschichten angeboten, die ich bei genauerer Betrachtung gar nicht wissen will.
Ich kann damit nur schlecht umgehen, wenn mir erzählt wird, dass es in unserem Staat möglich ist, 210 Milliarden Euro in eine Bad Bank zu stecken und so zu tun, als wäre das verantwortliches wirtschaftliches Handeln. Das einzige Problem, das wohl bei der Hypo Real Estate durch dieses Vorgehen gelöst wird ist, dass ab dem nächsten Jahr die Bilanz wieder Gewinne aufweist und damit Bonuszahlungen gerechtfertigt werden. Normalerweise habe ich kein Gespür für Geldsummen jenseits der Millionengrenze. Doch in dieser Nachrichtensendung wurde mir eine Hilfestellung zuteil: 210 Milliarden Euro sind in etwa das, was der Bund in einem Jahr von seinen Bürgern kassiert. Das ist mir zu konkret. Ich hätte es gerne bei solchen wahnwitzigen Aktionen, wenn man sie schon nicht ohne großes Presse-Tamtam bewerkstelligen kann, bitteschön etwas abstrakter. Sonst wird noch der soziale Frieden wach und macht sich aus dem Staub. Vor allem, wenn man darüber informiert wird, dass die Geburtenrate weiter zurückgeht. Das heißt, mehr Schulden pro Schädel. Das sieht nicht gut aus für Badman und seine Bank! Ich befürchte, diese Bad Bank hat eine deutlich längere Laufzeit als alle unsere Atomkraftwerke. Erfolgreiche Konzepte sollten immer auch an die nächsten Generationen weitergegeben werden.
Ich finde diese offene Kommunikation der Meinungsverbreiter unverantwortlich und spreche mich für eine umfassende Selbstzensur aus. Bitte keine Geschichten mehr von den Herren Schreiber, Schäuble, Strauß und Stoiber oder anderen alliterarischen Männergruppen. Schluß mit Politpossen um Rösler und die Pharmafirmen, Westerwelle und Mövenpick oder Wulff und die Business-Class.
Man könnte die in Verruf geratenen Karlsbader Beschlüsse überarbeiten. Neben der Zensur der Presse fanden sich dort die Exekutionsordnung und das Universitätsgesetz mit dem Verbot der Burschenschaften, der Schließung der Turnplätze und die Entlassung liberal und national gesinnter Professoren, die ihre Einstellung ihren Schülern vermittelten. Klingt streckenweise ganz brauchbar.
“Zensur spiegelt das mangelnde Vertrauen einer Gesellschaft in sich selbst wider” sagte vor einer halben Ewigkeit Potter Stewart. Ich traue uns schon lange nicht mehr über den Weg. Als die Ackermann-Bande skandierte “Vertrauen ist der Anfang von von allem” hätte wir rufen müssen: “Misstrauen* ist der Anfang von Eurem Ende“. Jetzt ist es wohl zu spät.
*Misstrauen ist die Vermutung, dass ein beliebiges System (z. B. eine andere Person, eine Organisation, ein Gegenstand, eine Information) nicht die Funktion erfüllt, die zu erfüllen suggeriert wird oder wünschenswert wäre. Misstrauen wird umgangssprachlich meist als das Gegenteil von Vertrauen angesehen. Es hat jedoch mit Vertrauen viele gemeinsame Eigenschaften und wurde von Niklas Luhmann als “funktionales Äquivalent” bezeichnet, da es – wie auch Vertrauen – ebenfalls Komplexität reduziert. (Quelle: Wikipedia)
Schneestern
Veröffentlicht in strich acht mit Tags Mercedes Benz, Oldtimer, w114, Winter am 15. Januar 2010 von tobikultDas Wochenende steht vor der Tür und es soll schmuddelig werden. Im Rinnstein liegt das Streusalz, und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt verheißen Schneematsch ohne Ende. Ich quäle mich mit dem Fahrrad zum auswärtigen Abendessen und da erblicke ich ihn! Diese Linienführung verzaubert mich immer wieder und ich begutachte mein im Schnee geparktes Fundstück.
Überraschung Nr. 1 ist die Motorisierung. Ein 6-Zylinder der ersten Stunde verraten mir das 250-Schild und die glatten Leuchten. Ich bin begeistert. Dieses cremeweiße Topmodell ist nahezu in fabrikneuem Zustand. Nichts weist auf Restaurierungsarbeiten hin und ich kann keinen Hauch von Rost finden. Der Lack ist 1A. Und dieser grobe Maschenkühlergrill ist der Hammer. Innen ist das Schmuckstück mit neuwertigen schwarzen Sitzen aus Lederbezug ausgestattet. Wenn ich mir einen weiteren /8 backen wollte, das wären die Zutaten. Nur die Fuchsfelgen mag ich nicht. Aber das ist sicher nur der Wintersatz. So sind sie die Stricher, im Winter Alus und um Sommer gibt es in Wagenfarbe lackierte Raddeckel mit Chromrand auf schlichter Stahlfelge.
Zu allem Überfluss hat dieses Modell auch noch ein Schiebedach, das fast das halbe Dach öffnet.
Ich sterbe fast vor Neid. Nicht nur ob der wahnsinnig gut erhaltenen Karre. Vielmehr nagt an mir diese Todsünde, weil wir unseren Benz im Winter nicht fahren. Menno. Hoffentlich packt der Klimawandel endlich den versprochenen Turn Around und wir können ganzjährig salzfrei unsere Schmuckstücke bewegen. Unser Winterauto hat eine grüne Plakette, ist also nicht sonderlich hilfreich bei der Erreichung dieses Ziels.
Mercedes Benz W114
2,5 Liter, 6 Zylinder in Reihe
Vmax 180
130 PS
Baujahr 1967 bis 1971 (Serie 1)
Wenn der Umlaut zum Unlaut wird
Veröffentlicht in allgemein mit Tags ä, �, ö, ü, Heidelberg, Rhein-Neckar-Zeitung, Unlaut am 15. Januar 2010 von tobikultDie zahlreichen Demonstrationen, Massenkundgebungen und der monatelange Lesestreik haben endlich Wirkung gezeigt. Seit Jahresbeginn hat man sich in Heidelberg mit den Verantwortlichen endlich darauf geeinigt, auf die in die Kritik geratenen Unlaute zu verzichten. Diese Nicht-Buchstaben stehen bekanntlich seit Jahren in Verdacht, vor allem in Zeitungen und im Internet Unheil zu verbreiten.
Bereits in der Planungsphase ihres Aufenthalts in der Weltstadt Heidelberg werden potentielle Besucher deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass in dieser Stadt eine sorglose Verwendung von doppeltgepunkteten Lettern nicht toleriert wird. Die Ordnungsmacht versteht hier keinen Spaß und wird ab sofort in dieser Sache hart durchgreifen.













