Der Gurkenkönig zu Gast in München

Veröffentlicht in Kultur mit Tags , , am November 8, 2009 von tobikult

Der österreichische Künstler Erwin Wurm besucht mit seiner Kunst München und hat die Gurke zum Hingucker gemacht. Neben „Selbstportrait als Gurke“ gefällt mir von seinen Skulpturen „Stressbeule“ am besten.

 

 

Kunst und Widerstand

Veröffentlicht in Kultur mit Tags , , , , , , am November 8, 2009 von tobikult

Im Münchener Haus der Kunst läuft aktuell eine Ausstellung von Ai Weiwei mit dem Titel „so sorry“. Weiwei wurde nicht zuletzt durch seine Beiträge zur letzten Documenta bekannt. Auch nach München hat er seine Fensterläden mitgebracht, die 1001 Chinesen begleiten ihn dieses Mal alerdings nur als Fototapete. Dafür waren eine Reihe von Exponaten in seinem Gepäck die nicht nur unglaublich spannende Persepktiven boten sondern auch als „schön“ und „ästhetisch“ durchgehen. Das ist für die Vertreter der Ready-made Kunstrichtung nicht selbstverständlich. Begleitet wird die Ausstellung von einem Mitmach-Blog.

Die mitgebrachten Fensterläden, dieses Mal gleich als umgefallener Turm:

Nachbau der Unterkunft für die 1001 Chinesen, die mit zur Documenta 12 durften.

Mit seinem Heimatland liegt Weiwei in Sachen Politik und Bürgerrechte überkreuz. Sein Münchenauftenthalt sollte nicht nur seine durch die chinesische Polizei ruinierte Gesundheit wieder herstellen, Weiwei will in seinen Werken auch seine Frustration über die aufkommende Gleichgültigkeit in der Welt hinsichtlich des Unrechtssystems der kommunistischen Regierung.

Der Titel der Münchner Ausstellung „so sorry“ bezieht sich auf die politischen Verbrechen und Versäumnisse der Ordnungsmacht seines Heimatlandes China, in dem das Regime permanent ablehnt, sich mal ernsthaft bei den Betroffenen zu entschuldigen. Aber da kann man bei allen Politikern warten, bis man schwarz wird. “So sorry“ kommt auch uns zu leicht über die Lippen und hat in Weiwei’s Beobachtung das „fuck off“ in der gepflegten Konversation ersetzt.

Markenpiraten immer dreister

Veröffentlicht in allgemein mit Tags , , , , , am November 8, 2009 von tobikult

Eine Reise, die ist lustig….

Veröffentlicht in allgemein mit Tags , , , , am November 7, 2009 von tobikult

…und läßt man sich mit der Bahn transportieren, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Der ICE nach München schaffte erneut die grenzwertige Steigung bei Geislingen und fuhr auch pünktlich in Augsburg vor. Doch dann standen wir eine Viertelstunde auf freier Fläche. Neuerdings versucht es die Bahn ja mit schonungsloser Transparenz und so lautete die Durchsage heute: „Wegen erhöhtem Zugaufkommen verzögert sich unsere Weiterfahrt um wenige Minuten.“ Nach weiteren fünf Minuten Wartezeit erfreute der Zugbegleiter mit dieser Aussage: „Wegen unerwartetem Eingleisbetrieb warten wur noch zwei entgegenkommende Züge ab, bevor wit unsere Weiterfahrt fortsetzen.“ Ein Blick aus dem Fenster offenbarte das Problem. Die tückische Wanderbaustelle Luttenwang-Purk hatte die Bahn quasi über Nacht überrascht und den filigran ausgearbeiteten Fahrplan zunichte gemacht. Das war kaum vorher zu sehen und die Mitreisenden mit Umsteigeambitionen zeigten mitleidiges Verständnis.

Warb die Bahn vor einiger Zeit noch mit dem Vorzug, niemals im Stau zu stehen, könnten die neuen Werbesprüche demnächst so lauten:
Leben ist das, was außerhalb jeder Planung passiert. Leben sie mit – Die Bahn.

Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. – Sei kein Idiot, fahr mit der Bahn.

Der Blick aus dem Zugfenster auf die plötzlich aufgetauchte Wanderbaustelle bei Purk.

2003, Stellar Winery, Sensory Collection Organic Shiraz

Veröffentlicht in Weine und Feines mit Tags , , , , am November 6, 2009 von tobikult

2003, Stellar Winery, Sensory Collection, Organic Shiraz

Farbe: dickes Blut, schwarze Kirsche

Bouquet: Kakao, rauchiger Wiskey

Geschmack: trocken, würzig, Chili, Holz, Kirsche

Urteil: ein Wein für Fortgeschrittene. Passt sehr gut zu Dolphin Chocolat 70%. Der Shiraz braucht viel Luft und seine Zeit im Glas, um sich zu entwickeln. Ein feiner Tropfen nach dem Essen und vor dem Schlafengehen.

Selbsterkenntnis bei Politikern

Veröffentlicht in allgemein mit Tags , , , , am November 3, 2009 von tobikult

Der zukünftige EU-Kommissar Günther O. aus S. zeigte sich gestern auf einer House-Warming-Party stilsicher in der Auswahl der richtigen Gastgeschenke. Schon lange war dem Vollblutpolitiker ohne Fahrerlaubnis klar, dass es nicht reichen würde, seinem Nachfolger Mappus seine Krawatten zu vererben. Die Einführung einer verpflichtenden Bildhängung des EU-Kommissars in jeder Amtsstube scheint nur noch eine Frage der Zeit. Als gute Europäer sollte diese Geste uns längst ein Anliegen sein.

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Der geneigte Betrachter hat ohne Mühe im Bildhintergrund den Bundestagsabgeordneten Herrn Dr. L. erkannt und ist erleichtert, dass wir den nicht aufhängen müssen.

Vorwärts! Abwärts!

Veröffentlicht in Kultur mit Tags , , , , , am Oktober 27, 2009 von tobikult

Die Kapelle ASP gab sich gestern in der Halle 02 in Heidelberg die Ehre. Als Vorgruppe, heute nennt sich das Supporting Act, traten Mono Inc. auf. Bis zum Ende der Darbietung der Einheizer sah es so aus, als wären wir auf einem normalen Konzert der Gothic-Szene gelandet. Es hatte fast schon WGT-Qualität erreicht: der Sound war unterirdisch und die Lokation war perfekt für das, wofür sie einst gebaut wurde: Stückgutlagerung im Auftrag der Bundesbahn. Damit das nicht jeder sofort sieht, haben eine ganze Schar von Innenarchitekten an einem Plan gearbeitet, um aus diesem Ort eine Konzerthalle mit Tanzlokal zu schaffen. Die Kilometer an gelben Drainageschläuchen, die unter die Decke gebastelt wurden, werden in diesem Konzept zu einem dezenten Ruhepol für die durch Strobolicht und Lasershow geforderten Augen.

Für den Fall, dass man keinen Platz in der ersten Reihe ergattern konnte, haben sich die Architekten mit einer baulichen Lösung unsterblich gemacht: Die Toiletten sind direkt hinter der Bühne! Wenn es gelungen ist, sich einen Weg durch die Massen zum nicht ganz so stillen Örtchen zu bahnen, kann man seinen Idolen plötzlich ganz nah sein – und sich entspannen. Die Klowand ist zugleich die Rückwand der Bühne. Näher und intimer geht es wohl nicht mehr.

Mono Inc. haben ein paar Lieder gespielt, die sich auf der CD auch gut anhören. In der Halle kamen zumindest Schlagzeug und Bass druckvoll bei uns an. Vor allem Katha Mia am Schlagzeug verstand es, Volkes Stimmung für die Hauptgruppe zu präparieren. In der Umbaupause vermerkte ich, dass mir der Bass ordentlich den Bauch massiert hatte. Die Mädels meinten, sie hätten die tiefen Töne vor allem im Kinn- und Halsbereich gespürt. Tja, das muss dann wohl etwas mit dem Bindegewebe zu tun haben…

Als Alexander Frank Spreng mit seinen Kollegen auf die Bühne kam, wurde das Publikum deutlich aktiver. Die Hände flogen nur so in die Luft und es wurde getanzt, als gäbe es kein Morgen. Musikalisch fiel auf, dass auf der Bühne nur ein kleiner Teil der Musiker versammelt standen. Über die Hälfte der Musik wurde kontrolliert vom Mischpult aus auf die Boxen gegeben.

Herr ASP wurde, wie bei jedem Konzert, nicht müde, die versammelte Gemeinde mit „ihr schönen Menschen“ anzusprechen. Hier muss man aber der Wahrheit ins Auge blicken: Beim Rundgang durch die Halle habe ich eine überraschend große Anzahl an Menschen gesehen, deren Anblick diametral zu gängigen, aber auch szenetypischen Kriterien für schön, hübsch, extravagant, ästhetisch oder zumindest gepflegt steht. Für die Gothic-Szene ist dies ungewöhnlich, wird hier als ein Identifikationsmerkmal besonders auf die eigene äußere Erscheinung und mindestens ebenso genau auf die der anderen geachtet. Die Stilrichtungen entsprechen mit Absicht nicht dem landläufigen Modediktat, sind aber an Aufmerksamkeit für Details kaum zu überbieten. ASP war bestimmt von der Lichtshow geblendet und in der ersten Reihe standen die augenfreundlichen Exemplare jüngeren Alters. Oder aber ASP kennt seine Fangemeinde genau und übt sich in Selbtbetrug. Dieser These wurde dadurch noch Vorschub geleistet, dass der Sangeskünstler mit folgender Ansage aufwartete, die den Titel seiner aktuellen Tour erklären sollte:

„Ihr schönen Menschen in Euren kunterschwarzen Kleidern gebt mir Hoffnung. Ihr seid es, die die Welt jeden Tag ein bisschen besser macht. Wer sonst?“

Also, dass die Gothics jetzt die Weltverbesserer sein sollen, ist mir neu. Erfreute mich bisher der offene Umgang mit den Wirren des Lebens und der Geworfenheit des Seins (im Alltagsverständnis, kein Heidegger, ätsch!), muss eine Neuorientierung in der Szene stattgefunden haben, die ich wohl verpennt habe.  Oder aber die Welt ist bereits so abgehalftert, dass die Schwarzen schon wie Clowns für Erheiterung sorgen (müssen).

Die guten alten Lieder gab es dann aber auch noch zu hören, und die Realschullehrerin, die stolzes Gründungsmitglied der Junghexenvereinigung Nordbaden ist,  tanzte selig neben ihren pubertierenden Emo-Rabauken aus der 8b. „Ich will brennen“, „Schwarzes Blut“ und „Raserei“ retteten das schwarze Heimatgefühl über den Abend und mit  „Und wir tanzten“ rutschte mein Herz wieder an seinen rechten Fleck. Vielleicht gehe ich das nächste Mal erst gegen Ende zum ASP-Konzert, aber ich gehe.

Französische Wochen

Veröffentlicht in Mobiles Kulturgut mit Tags , , , , am Oktober 27, 2009 von tobikult

Auf dem Heimweg habe ich einen Citroen DS Break entdeckt. Freudig zückte ich meine Telefonknipse und versuchte mich trotz Dunkelheit in Beweissicherung. Erst auf den zweiten Blick sah ich, welche Rarität ich vor mir hatte: La Déesse ist ein Cabriolet, oh la la, quelle suprise! Kombis oben ohne sind mir bis dahin noch gar nicht unter gekommen und ausgerechnet eine französische Königin in dieser Variation als Pemiere zu erblicken, erfreut durchaus. Derzeit geben sich die Flütköppe alle Mühe, mich für ihre Lebensweise und Produkte zu gewinnen.

La Table du Gourmet, Riquewihr, France

Veröffentlicht in Essen und Trinken, Kultur mit Tags , , , , , , , , , , , , am Oktober 26, 2009 von tobikult

Jeder hat schon von sogenannten Sterne-Köchen gehört. Seitdem dieses Feinhandwerk auch durch das Unterschichtenfernsehn getrieben wird, ist die bildliche Vorstellungskraft für das, was diese Köche auf die Teller bringen, in den Köpfen der Bundesbürger ausdifferenziert. Da die Sender auf eine ausgewogene Berichterstattung zwischen filligranen Amuse Gueules und XXL-Schnitzeln Wert legen, hält sich der Futterneid zwischen den sozialen Milieus in Grenzen. Fehlt uns also nur noch der Eigenversuch dieser zelebrierten Nahrungsaufnahme, den wir am Wochenende im La Table du Gourmet in Reichenweiher, neudeutsch Riquewihr, dem Busreiseneldorado für Weintrinker, unternommen haben. Die Küche unseres Restaurants hat einen Michelin-Stern, das heißt, es wird uns „eine sehr gute Küche, welche die Beachtung des Lesers verdient“ in Aussicht gestellt. Nun sind wir gar keine Leser des Guide Michelin und das drollige Michelin Männchen passt von seinem Erscheinungsbild heutzutage eher zu den Gourmets von Burger-King und Mc Donald’s, als zu wählerischen Gaumen, aber diese Wirrungen sollten uns nicht schrecken.

Wir gaben uns ganz in die Hände von Chefkoch, dargestellt von Jean-Luc Brendel. Um uns herum servierten zwei Kellnerinnen und eine Sommelière versorgte uns mit Getränken.

Als Apéritif, oder wie unsere Schweizer Freunde am Tisch gesagt hätten, als Apéro, wurde Crémant d’Alsace, Gewürztraminer und Ricard Pastis gewählt. Ansonsten haben wir uns auf das umfängliche Menü namens „Collection Automne“ verständigt. Die Weine haben wir sicherhaltshalber auch gleich vom kundigen Personal auswählen lassen (was sich zumeist auch im Preis niederschlägt).

Wir gaben uns alle Mühe, gute Gäste zu sein und alles zu probieren, was uns serviert wurde. Manchmal half es, dass unsere Kellnerinnen konsequent in französischer Sprache erklärten, was sie uns vorsetzten. Das klingt alles gleich viel leckerer als auf Deutsch. Algen, Gänsestopfleber und Froschschenkel verführen hier bei weiten nicht so sehr wie Algues, Foie Gras de Canard d’Alsace et Grenouilles. Es stand also auch auf dem Programm, sich über fragwürdige Gerichte ein Urteil zu bilden. Und, was soll ich sagen: Es geht auch ohne! Es gibt hervorragende Mousse de Canard, die locker mithalten kann mit Foie Gras, und mit den Froschschenkeln ist so, wie mit allen exotischen Fleischverkostungen: es schmeckt irgendwie nach Hühnchen. Pech für die Hühner, gut für die Frösche, Schlangen und Leguane.

Wir saßen also in diesem alten Gemäuer, rubinrote Wände und schwarzes Fachwerk umrahmten unseren Tisch. Eine Köstlichkeit nach der anderen wurde uns kredenzt und wir verstanden den Reiz, der von solch einem Mahl ausgeht: Es ist wie ein amüsamter Spieleabend, nur ohne Karten und Würfel. Jeder Bissen entlockte uns neue fantasievolle Umschreibungen für die Sinnesreizungen. Augen, Nase und Gaumen wurden mal leicht umschmeichelt, mal provoziert, stets verwöhnt. Bei manchen Leckerbissen droht man in eine Depression zu verfallen, sind die Genußstückchen doch so klein und die Geschmacksexplosionen kurzlebig. Lediglich die Weine gaben uns Halt und boten die nötige Beständigkeit, die uns abhielt, die Küche zu schatzräubern. Frau Sommelière sah nicht nur fabelahft aus, sie verstand auch was von Weinen und dem Umsorgen der Gäste. Wären wir wohl alle auf die 2003er Jahrgänge (was war das für ein Sommer!) in der Weinkarte reingefallen, entkorkte sie unumwunden einen 2004er nach dem anderen (gab es 2004 überhaupt einen Sommer?). Die Traubensäfte waren allesamt begeisternd und passten tadellos zu den Speisen. Professionist schlägt Dilettant beizeiten verblüffend eindeutig.

Etwas enttäuscht war ich von den Kellnerinnen. Sie wirkten einen Hauch zu streng und versnobt. Vielleicht lag es aber auch an uns. Wir waren die jüngsten Gäste an diesem Abend und hatten unsere eigene Interpretation für angemessene Kleidung, um so einen Abend zu bestreiten. Einer unserer Freunde am Tisch hatte extra sein Themen-Shirt aufgebügelt und nahm so unser Lob an Chefkoch beinahe schon vorweg:

hells-kitchen

Hier die chronologische Dokumentation der Speisen- und Getränkefolge, in Telefonbildchen festgehalten (es fehlt nur das Bild vom Parmesanbrot, das war schon aufgegessen, bevor ich knipsen konnte):

Der Gruß aus der Küche (wohl etwas Fischiges mit Kaviar, im Pöttchen ein paar Muscheln mit flambiertem Ziegenkäseschaum)

BÂTON DE FOIE GRAS DE CANARD D’ALSACE POP CORN D’AMARANTHE, GEL MIRABELLE

PINOT GRIS RÉSERVE TRIMBACH 2004

TAGINE DE POTIRON AUX CHATAÎGNES, ECUME CACAO SUR CREVETTE CROQUANTE

RIESLING LES PIERRETS JOSMEYER 2004

ST JACQUES RÔTIE  SUR  MÉLANGE DU TRAPPEUR, JUS DE POMME VERTE ET NOIX EN PAPILLOTTE, FAUX NOUGAT DE FRUIT SEC

GRENOUILLES EN BEIGNET ALLÉGÉ: ECUME AMANDE, POMMES AIGRES ET TOFU

PINOT NOIR DOMAINE WEINBACH 2004

VAPEUR DE BAR «TERRE MER », ALGUES, LEGUMES DE MON JARDIN, COQUILLAGES FUMÉES, MOUSSE PARMESAN

FAON DE DAIM OU CHEVREUIL, DES CHASSES D’ALSACE AUX EPICES CHAUDES, MOSAIQUE DE FRUITS D’AUTOMNE, POLENTA DE GIROLLE

AIR DE MARC DE GEWURZTRAMINER SUR GLACE LIME ET SPIRULINE, FILAMENTS DE CACAHUÈTE

CRÈME DE CÈPE SUR PÂTE DE FRUIT CITROUILLE ET MERINGUE, AIR DE CHOCOLAT

ESPRESSO MIGNARDISES

Und was ein richtiger Sauerländer im Exil ist, der geht nach so einem Abend erst mal auf ein Bier. Das ist in einem der klischeehaftesten Dörfer an der Elsässer Weinstraße nicht möglich ohne aufzufallen. Im Keller unseres Hôtel à l’Oriel gab’s einen Zapfhahn mit Fachpersonal. Der Grenzübertritt zu unseren französischen Freunden hat immer auch zur Folge, dass die Bierqualität nochmals abnimmt. Man könnte die kulinarische Abwärtsspirale in Sachen Bier etwa so zeichnen: Nordsee-Pils, Sauerländer Plörre, Badisches Eingeschlafene-Füße-Wasser, französisches Abwasser mit Bieretikett. Darauf konnte ich aber keine Rücksicht nehmen, es galt, den Abend mit Anstand zu Ende zu bringen, was mit dem Satz, „den großen Bellheimer, bitte“ gelang.

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2006 Hugel et Fils, Gewürztraminer Tradition

Veröffentlicht in Weine und Feines mit Tags , , , am Oktober 26, 2009 von tobikult

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2006 Hugel & Fils, Gewürztraminer Tradition

Bouquet: weich süßlich

Farbe: Tesafilmgelb

Geschmack: barrique, süß

Urteil: Zum Nachtisch ganz nett, ein wenig diffus im Abgang.