Eine Reise, die ist lustig….

…und läßt man sich mit der Bahn transportieren, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Der ICE nach München schaffte erneut die grenzwertige Steigung bei Geislingen und fuhr auch pünktlich in Augsburg vor. Doch dann standen wir eine Viertelstunde auf freier Fläche. Neuerdings versucht es die Bahn ja mit schonungsloser Transparenz und so lautete die Durchsage heute: „Wegen erhöhtem Zugaufkommen verzögert sich unsere Weiterfahrt um wenige Minuten.“ Nach weiteren fünf Minuten Wartezeit erfreute der Zugbegleiter mit dieser Aussage: „Wegen unerwartetem Eingleisbetrieb warten wur noch zwei entgegenkommende Züge ab, bevor wit unsere Weiterfahrt fortsetzen.“ Ein Blick aus dem Fenster offenbarte das Problem. Die tückische Wanderbaustelle Luttenwang-Purk hatte die Bahn quasi über Nacht überrascht und den filigran ausgearbeiteten Fahrplan zunichte gemacht. Das war kaum vorher zu sehen und die Mitreisenden mit Umsteigeambitionen zeigten mitleidiges Verständnis.

Warb die Bahn vor einiger Zeit noch mit dem Vorzug, niemals im Stau zu stehen, könnten die neuen Werbesprüche demnächst so lauten:

Leben ist das, was außerhalb jeder Planung passiert. Leben sie mit – Die Bahn.

Eine Krise kann jeder Idiot haben.
Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag. – Sei kein Idiot, fahr mit der Bahn.

Der Blick aus dem Zugfenster auf die plötzlich aufgetauchte Wanderbaustelle bei Purk.

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