Man muss schon wollen

Heute hat die Tagespresse einen Artikel aus dem Lifestylemagazin für Pipettierfetischisten und Kunstlichtfanatiker aufgegriffen und für den täglichen Gebrauch aufbereitet. Im Magazin Science stellen Ackerman, Nocera und Bargh, drei Psychologen, die gerne direkt am Menschen experimentieren, ihre Forschungsergebnisse zur Verbindung zwischen haptischem Erleben und sozialem Verhalten vor.

Beeindruckt bin ich von der Bandbreite der Auslegeware dieses Psycho-Beitrags in von mir überwachten Online-Medien. Der Spiegel sieht in den Erkenntnissen die Möglichkeit, seine Mitmenschen „mit einfachen Tricks freundlicher stimmen“ zu können. Das örtliche Altpapier der Rhein-Neckar-Zeitung hingegen sieht in der Wahl harter und scharfkantiger Sitzgelegenheiten die Chance, den eigenen „Kampfgeist“ zu steigern. Jeder so, wie er gestrickt ist…

So ist das mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen. Man kann sie nutzen, um damit die Welt zu ruinieren oder sie weiter zu entwickeln. Wer dieses Wochenende Lust hat, sich konstruktiv am Weltverbessern zu beteiligen ohne gleich mit dem Stricken und Bäumeumarmen anfangen zu müssen, dem  sei die aktuelle Ausgabe der Brandeins empfohlen: Kooperieren. Oder Verlieren.

Ich werde mein Exemplar schnell durchlesen und dann in den Briefkasten der Redaktion der Rhein-Neckar-Zeitung werfen. Vielleicht hilft es. Kooperation soll ja auch im fortgeschrittenen Alter erlernbar sein.

Auch im Internet lesbar: http://www.brandeins.de

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