Archiv für Berlin

Tod in Berlin – Friedhöfe im Westend, Teil 1

Posted in Dunkle schöne Welt with tags , , , , , , , on 3. November 2011 by tobikult

Bei bestem Herbstwetter habe ich einen Ausflug ins Westend Berlin unternommen. Hier liegen einige Friedhöfe, die einen Besuch wert sind. Begonnen habe ich mit dem Jüdischen Friedhof Heerstraße. Dieser in den 50ern eingeweihte Friedhof liegt am Rand des schönen Grunewald. Früher völlig überlaufen, wartet hier heute ein Ort der Ruhe und Kontemplation.

Leider ist auf dem Jüdischen Friedhof das Fotografieren verboten und so kann ich hier keine ausführliche Fotodokumentation liefern. Eine Besuchsempfehlung spreche ich aber hiermit uneingeschränkt aus.

Nach meinem Spaziergang durch die zum Teil sehr opulent angelegten Grabreihen, bin ich noch kurz um die Ecke (ca. 700m) zum Britischen Soldatenfriedhof gegangen. Die Herbstfarben der dortigen Kastanienbäume schufen eine wunderschöne Atmosphäre.

Tod in Berlin – Friedhof Stubenrauchstrasse

Posted in Dunkle schöne Welt with tags , , , , , , on 9. Oktober 2011 by tobikult

Einen weiteren Friedhof habe ich diese Woche noch geschafft. Offiziell ist sein Name Schöneberg III und er gilt als der „Friedhof der Künstler“ in Berlin.

Gleich an der Pforte erkennt der geschulte Blick Denkmalpflege bis Augenhöhe.

Stimmungsvolle Grabanlagen grenzen hier direkt an Wohnhäuser.

Das nenne ich in Stein gemeißelte Todessehnsucht!

Die Friedhofskapelle – schon wieder ohne blauen Himmel  😦 .

Eulenfreund über den Tod hinaus.

„Wenn ich so leben würde wie die Menschen in meinen Fotos, wäre ich schon lange tot.“ Helmut Newton.
Geht mir ähnlich 😉

In direkter Nachbarschaft befindet sich das Grab von Marlene Dietrich.

Die Urnenhalle.

Hier findet jeder seinen passenden toten Künstler, der uns zu einem Moment der Stille verleitet.

Tod in Berlin – Alter St. Matthäus Kirchhof

Posted in Dunkle schöne Welt with tags , , , , , , , , , on 7. Oktober 2011 by tobikult

Dieser Friedhof liegt auf der sogenannten „Roten Insel“ im Berliner Stadtteil Schöneberg und wirkte auf mich selbst bei trübem Herbstwetter bunt und lebhaft.

Die Friedhofskapelle.

Gefälliges Detail.

Schwierige Erinnerung an die Schulzeit: Das Grab des Oberlehrers Adolph Disterweg.

Es gibt hässlichere Türen, die final hinter uns zugehen können.

Friedhofsidyll.

Hier wohnen seit ein paar Jahren die Gebrüder Grimm.

Besitzstandswahrung auf dem Gottesacker. Meine Kanne, Deine Kanne.

Kunst am Grab.

Die Friedhofsmauern säumen schmucke Grabmale der ehemalig Schönen und Reichen.

Das Grab der Deutschen Bank. Herr Hansemann hält die Hütte für die kommenden Obergauner schon mal warm.

In diesem hübschen roten 1-Zimmer Appartement wohnt der Eisenbahnkönig Bethel Henry Strousberg. Ein wahrlich schillernde Figur.

Tod in Berlin – Friedhof Wilmersdorf

Posted in allgemein, Dunkle schöne Welt with tags , , , , , on 4. Oktober 2011 by tobikult

Heute starte ich eine eine kleinen Exkurs in meiner Serie Dunkle schöne Welt:

Tod in Berlin.

Ich freue mich immer über die Reiseberichte auf www.der-schwarze-planet.de und da ich in den nächsten Monaten viel Zeit in Berlin verbringen werde, will ich bei jedem Besuch einen der zahlreichen Friedhöfe besuchen um dort zu fotografieren.

Mein erster Friedhof ist der in Wilmersdorf. Besonders das Kolumbarium ist einen Besuch in den Abendstunden wert. Leider begleitete mich nur die kleine Nikon an diesem Abend (die ganz schön verzerrt). Ich sollte nicht ohne DSLR vor die Tür gehen…

Berlin

Posted in allgemein with tags on 26. August 2011 by tobikult

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Die Sache mit der inneren Sicherheit

Posted in allgemein with tags , , , , on 2. Oktober 2009 by tobikult

image6459239.jpgBereits eine Woche vor der Bundestagswahl fiel mir am Flughafen Berlin-Tegel die massive Polizeipräsenz auf. Auch die Qualität der Aussendarstellung unserer Ordnungsmacht hatte sich geändert: offen wurden hier schusssichere Westen getragen, elegant kombiniert mit dem akzentsetzenden Sturmgewehr. Nach der Umstellung der Uniformfarben von Armee-Grün auf Putzkollonnen-Blau stützen solch ausgesuchte Accessoires das professionelle Selbstbild des Bürgers in Uniform.

Heute reise ich mit der Bahn, und kaum haben wir an Fahrt gewonnen, maschieren Polizisten paarweise durch die Gänge. Um im ICE auch ja nicht mit Staubsaugervertreten oder paranoiden Managern verwechselt zu werden, hat die bewaffnete Trachtengruppe heute Casual Friday.

Die Damen und Herren tragen Unisexoveralls in Nachtblau, polierte Springerstiefel und eine die Hüfte betonende Koppel. Die aus feinstem Rindsleder gefertigten Handschuhe schmiegen sich um den Waffenstahl und vervollständigen zusammen mit dem lässig sitzenden Barett den neuen Ausgehlook. Diesen Herbst ein absolutes Muss für jeden modebewussten Einsatzleiter und sein Team. Der Labeldruck „Polizei“ ist als kleine Wortmarke dezent über dem Herzen platziert, auf dem Rücken schulterbreit in Leuchtschrift unübersehbar.

ice

Irgendetwas muss in meiner staatsbürgerlichen Sozialisation schief gegangen sein. Mich überkommt bei polizeilichem Auftritt in diesen Klamotten stets ein Gefühl der Unsicherheit und manchmal auch Beklemmung. Meiner persönlichen inneren Sicherheit hilft dies nicht.

Nachtrag: In Stuttgart habe ich heute sehr viel Polizei gesehen. Es wurde sogar extra ein Vergnügungspark mit Futterbuden und Fahrgeschäften errichtet, um die Truppe bei Laune zu halten. Alle gesichteten Exemplare trugen jedoch den grünen Overall.

So kennen und lieben wir unsere Schwaben: „Des Glump musch aber erschtemal uffdrage, erscht dann krigsch ebbes Neus.“

wasen

Die Kultkarre der Franzosen, Kolumbianer und Jugoslawen

Posted in Mobiles Kulturgut with tags , , , on 23. September 2009 by tobikult

Der Renault R4 war schon lange Kult, bevor seine Produktion aufgrund militärischer Verwüstung in den Wirren des Balkankrieges gänzlich eingestellt wurde.

Die Franzosen bauten dieses Auto auf ihrer Staatsgemarkung immerhin zwischen 1964 und 1986, die Kolumbianer konnten sich erst 1992 von diesem epochenübergreifenden Modell aus dem Hause Renault trennen. Ja liebe Kinder, so war das damals mit den Produktionszyklen.

In Berlin fand ich dieses schöne Exemplar der 2. Epoche in einer der zeitgenössischen Standardfarben.

Renault R 4 L
Baujahr 1967-1975
max. 34 PS
vmax 130 km/h

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