Archiv für Festival

Reaktion en bloc: „Amphi-Festival 2014 – Zwischen Familienfreundlichkeit und Kinderschutz“ auf spontis.de

Posted in allgemein with tags , , , , , , , on 21. Oktober 2013 by tobikult


Auf dem seelenverwandten Blog spontis.de läuft zur Zeit eine gründliche Diskussion, ob ich in der Vergangenheit unser Kind viel zu früh auf Festivals der Schwarzen Szene mitgenommen habe. Zwischen Vollpfosten und verantwortungsarmen Egoisten kann ich bisher meine mir zugedachte Rolle frei wählen. Das gefällt mir ausgesprochen gut und ich verfolge die laufende Diskussion in den Kommentaren mit großer Begeisterung.

Macht mit und steuert Eure Sichtweise und Einschätzung zur Frage „Wenn ein Kleinkind was auf einem Festival zu suchen hat, was wird es dort finden?“ bei! Noch sind nicht alle Argumente und schon gar nicht von allen ausreichend aufgeführt worden. Ich zähle auf Euch und Eure wertvollen Hinweise, wie mir eine verantwortungsvolle Aufzucht der Jungen gelingen kann!

Zum Blogbeitrag auf spontis.de geht es hier lang: ——-> <——–

Die Ohrbooten spielen übrigens diese Woche in der Halle_02 in Heidelberg. Weder mein Kind noch ich planen einen Besuch dieses Konzertes.
ohrbooten-hd

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Amphi-Festival 2013

Posted in allgemein, Musikalische Früherziehung with tags , , , , , , , , , on 24. Juli 2013 by tobikult

Mein soziales Umfeld hat mir gehörig die Ohren vollgeheult, dass ich keinen Post zum diesjährigen WGT geschrieben habe. Spätestens nach dem Amphi-Festival ist es dafür jedoch zu spät und so reiche ich meine Hand zur Versöhnung, indem ich hier meinen bebilderten Rückblick auf das schwarzbunte Treiben am Tanzbrunnen zu Köln präsentiere.

Das 9. Amphi-Festival war eine gelungene Musikveranstaltung, die den für Grufties zwingend gebotenen Komfort vorweisen konnte:

Catwalk.

amphi-catwalk1amphi-grabesmond

amphi-catwalk3Beach-Club.

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amphi-beach

Shoppingmall.

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Medienrummel.amphi-medien2

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Ideologische Provokationen.

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Und natürlich ein betörendes Bühnenprogramm.

Wir sind ja schließlich wegen der Musik hier.

:mrgreen:

amphi-buehne

amphi-boa1amphi-boa2_DSC5004_DSC4566amphi-atr2amphi-fields

Auch bei einem so ausgereiften Festival ist noch Luft nach oben und so gab es dieses Jahr auf dem Amphi-Festival  einige Steigerungen zu den Vorjahren zu beobachten.

Es war voller.

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Es war heißer.

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Das Essen war schlechter denn je.

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Es war oktoberfestlicher.

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Viel oktoberfestlicher.

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Die Fachjury war noch schwerer zu begeistern.

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Das Altersspektrum wurde deutlich erweitert.

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Meine Gesamtbeurteilung
des Amphi-Festivals 2013:

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Gute Manieren

Posted in allgemein with tags , , , , , , on 27. Juni 2010 by tobikult

Ob beim Fussball-WM-Autokorso oder auf den zahlreichen Musikfestivals des Sommers, den wahren Gentleman erkennt man an seinem vorbildlichen Verhalten und seiner guten Kinderstube, die auch volltrunken zur Geltung kommt.
„Nach dem Pinkeln, vor dem Essen: Hände waschen nicht vergessen!“

Achtung: Der Ekelfaktor dieses Videos liebt bei 7,8!

Der Merksatz für heute lautet: Nicht immer zählt der gute Wille!

WGT Wochenende – Startphase

Posted in Allgemein with tags , , , , , , , , on 21. Mai 2010 by tobikult

Dieses Jahr haben wir es locker angehen lassen und sind bereits am Donnerstag nach Leipzig gereist. (und weil ich mich als Beifahrer so fürchterlich schnell langweile, habe ich mal wieder Filmchen geappt. Sie sehen heute Eisenach-Leipzig Agra-Gelände)

Auch die obligatorischen Festivalbändchen und das Programmbuch, den Pfingstboten, konnten wir bereits am frühen Abend holen. Dieses Jahr sind sie Hellbraun-Rosa mit regenbogenfarbener Schrift. Humor haben sie ja, die Veranstalter…

EIn modischer Traum in Leberwurstfarben mit Hippie-Schrift!

Und damit der Pfingstbote in den dunklen Kellern auch jederzeit gefunden wird, wurder maximalkontrastiert. Auch für die „Pink ist das neue Schwarz“-Fraktion gibt es kontrastreiche Elemente: Babyblaue HipHop Muster schmeicheln dem geneigten Leser bei der Lektüre.

Klassische Ästethik trifft Kitsch.

Beflügelt!

Posted in allgemein, Kultur with tags , , , on 10. Mai 2010 by tobikult

Die Karten für eins der schönsten kulturellen Angebote auf diesem Planeten sind endlich da. Ihr wisst also, wo ihr mich Pfingsten treffen könnt:

Köln bröckelt wieder

Posted in Kultur with tags , , , , , on 21. Juli 2009 by tobikult

Das Wochenende haben wir in Köln auf dem Amphi-Festival verbracht. Der morgentliche Weg von unserer Unterkunft zum Tanzbrunnen führte an der Stelle vorbei, an der einst das Stadtarchiv stand. Das Festivalgelände wirkte dagegen solide fundamentiert, sorgfältig gepflastert und mit den drei Sonnenschutzpilzen angemessen sicher überdacht. Dieses Jahr waren mit ca. 13.000 Menschen noch mehr Schwarzbunte zusammengekommen und die Veranstalter hatten vorsorglich eine weitere Halle angemietet. Das Theater wurde nur noch für Plattenvorstellungen und Kinovorführungen genutzt. Ein angenehmer Ort der Komtemplation war geschaffen und bei wechselhaftem Wetter beizeiten dem Beach-Club vorzuziehen.

Leider wurde die Rechnung ohne den Wirt gemacht, und der war in diesem Fall die Deckenverkleidung der Rheinparkhalle. Die warf sich flächendeckend auf die Spielmänner von Feindflug. Nun gut, über Musikgeschmack läßt sich streiten und auch die Lautstärke des Dargebotenen ist zart besaiteten Geschöpfen oftmals zu hoch, aber dass gleich der Zusammenbruch des Veranstaltungsortes angedroht wird, das gibt es wohl nur in Köln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemnad dieser Halle eine Träne nachgeweint hat (ausser den zerbröselten Jungs von Feindflug), ist der angemietete Hallenteil ein flacher dunkler Schlauch ohne erkennbare Atmosphäre.

Blöderweise mußten nicht die Freunde von Feindflug leiden sondern die mit Vorfreude geschwängerte Randgruppe der Laibach-Sympathisanten. Die standen sich über 2,5 Stunden vor dem Theater die Beine in den Bauch und konnten weder vor noch zurück. Woher ich das, weiss? Es geht doch nichts über teilnehmende Beobachtung! Diese Internierung unter freiem Himmel wuchs zu einem Eldorado für Verhaltensforscher.

Das Gerücht der Stunde hatte gemunkelt, Laibach spielten alternativ auf der Bühne des Theaters, Beginn ca. 23 Uhr. Um auch bestimmt dabei sein zu können, stellten sich die wahren Festivalprofis bereits um 21.30 Uhr an.

Wir vertrieben uns die erste halbe Stunde mit Spielchen auf unseren elektronischen Helferlein, dann mit persönlichem Kennenlernen der direkt erreichbaren Mitwartenden und dann mit ersten Gymnastikübungen gegen die platten Füße und die schmerzenden Rücken. Nach über einer Stunde fingen die ersten an zynisch zu werden, weiter fünzehn Minuten später wurden die Jungs von der Security als „die Bösen“ identifiziert und die Menschen um einen herum als überaus lästig empfunden. Da die Informationen des Veranstalters wenig und falsch waren wuchs der Unmut zur Agression. Pfeifkonzerte entluden sich auf die Türsteher und der Vorwurf der Abzocke konnte sich gegen eine unkonkrete Empörung durchsetzen. Die für ihre Friedfertigkeit berüchtigten Gothics kamen zusehens an ihre Grenzen. In ersten autoagressiven Schüben wollten wir uns dadurch schädigen, direkt nach dem Einlaß auch schon wieder den Auslaß zu nutzen und die Belohnung für das lange Warten erhobenen Hauptes ausschlagen. Dem Himmel sei zum einen gedankt, dass es in dieser Zeit nicht geregnet hat und des Weiteren, dass wir geblieben sind. Auch wenn einigen von uns die Show schon aus Stuttgart weitestgehend bekannt war, geriet die Darbietung dieses slowenischen Künstlerensembles erneut zu einem beeindruckenden Erlebnis. Augen und Ohren wurden gleichermaßen beansprucht, belastet und verwöhnt. Irgendwie passte die Stimmung vor den Toren des Theaters zu der Musik, die innen kurze Zeit später serviert wurde.

In den frühen Morgenstunden kamen wir erschöft an unserem Nachtlager an. Kurz vorm Einschlafen haben wir uns noch daran erinnert, dass der Tag bereits grandios mit Coppelius begonnen hatte, handfester Rock mit Streichern und Klarinette, eine feine Idee. The Birthday Massacre haben sich konsequent weiterentwickelt, oszilieren aber immer noch zwischen Emo-Kitsch und Gothic-Rock. Eisbrecher haben die Herzen der Damenwelt erobert und eingängige neue deutsche Härte zelebriert. Die meditative Stunde mit Covenant war eine gelungene Vorbereitung auf die zu diesem Zeitpunkt noch ungeahnte Wartezeit.

Am Sonntag war die Stimmung hervorragend. Das lag in unserem Fall bestimmt am köstlichen Frühstück, aber auch an der Tatsache, dass unsere Running Order recht kurz ausfiel. Eigentlich wollten wir nur Panzer AG sehen. Dann hatten wir noch eine Rechnung mit QNTAL offen und auch die künstlerische Weiterentwicklung von Unheilig wollten wir weiterhin lückenlos verfolgen

Panzer AG hat sich alle Mühe gegeben, aber was hatte die Frau am Keyboard am Mikrofon zu suchen? Diese talentfreie Darbietung trübte den ansonsten kraftvoll gestalteten Auftritt dieser Gruppe.
Entweder auf uns oder auf QNTAL ist kein Verlass, wir kamen jedenfalls wiederholt nicht zusammen. Dafür haben wir Unheilig bei seiner erneut emotional und musikalisch beeindruckenden Darbietung beobachten können. So geht deutsche Volksmusik und Begeisterung der Massen! Der Graf könnte hier mal eine Handreichung für einige seiner Kollegen verfassen.

Abgefüllt mit schönen Melodien und Rhythmen und mit der Vergewisserung, dass es immer noch genug normale Menschen gibt, die mit Stil schwarz leben, haben wir den Heimweg angetreten. Das Amphi ist eindeutig homogener schwarz als das WGT. Die bunten Waschmaschinen- und Schweisserbrillenknicklicht-Fraktion war lediglich eine Randgruppe auf diesem Festival.

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Wave-Gotik-Treffen 2009

Posted in Kultur with tags , , , on 30. Mai 2009 by tobikult

image1490976890.jpgEndlich Pfingsten! Endlich WGT! Dieses mal sind wir zu viert im Strich Acht nach Leipzig gereist um uns unter das schwarze Volk zu mischen und mit normalen Menschen das Pfingstfest zu begehen. Die Reise lief problemfrei und am Freitagmittag konnten wir ohne Wartezeit unsere Bändchen an der AGRA (juhu, dieses Jahr in meiner Lieblingsfarbe) entgegennhehmen.
Dann hieß es aufhübschen und ab zum Werk II. Leandra, Staubkind und Tyske Ludder waren unsere individuellen Opener. Na gut, es waren noch tausende weiterer Stiefelträger mit uns da und die Location war bis zum Anschlag voll. Voll ist es dieses Jahr ständig und überall. Und laut. Ach meine armen Ohren, wo sind nur die Soundfetischisten alle hin und die viel wichtigere Frage, warum arbeitet keiner von denen auf dem WGT ? Die Umweltvrschmutzung durch Lärm kann man in seiner schönsten Form in der AGRA-Shopping-Mall erleben. Hier versuchen alle Verkäufer nicht nur den eigenen Stand sondern gleich die ganze Halle mit der persönlichen Lieblingsmusik zu beglücken. Ich rate dringend ein zentral gesteuertes Musikkonzept für diese Örtlichkeit zu diktieren.

Den Abend haben wir gepflegt in der Moritzbastei aus“klingen“ lassen. Spagetti Bolognese schmecken um 1.30 Uhr immer noch am Besten.

Am Samstag dann die Überraschung: Es gab Musik. Zuerst von Cordes Obliques im Schauspielhaus. Danach von VNV-Nation in der AGRA. So unterscheidlich die Kapellen von ihrer musikalischen Aurichtung auch sind, sie haben beide ihren Anspruch an einen bestmöglichen Klang umgesetzt. Ok, in der AGRA ist das nicht berrauschend, es muss aber auch nicht beleidigend sein.

Am „Abend“ (1.00 Uhr) waren wir noch im Tanzsalon der AGRA. Hier fiel mir ein junger Mann mit einem Schallmeßgerät auf. Interessiert betrachtete ich seine Arbeit und er zeigte mir freundlich seine bisherigen Meßergebnisse. Die Dauerbeschallung lag in den unteren Frequenzen konsequent zwischen 115 und 117 db, die Mitten und Höhen bei 95 db. Er schrie mir ins Ohr, dass er Schallmessungen durchführe um nachzuweisen, dass diese Hallen für derartige Veranstaltungen optimal geeignet seien. Jobs gibts, da kommt man von alleine nie drauf…

Das jahrealte Gerücht, dass es bald vorbei sein könnte mit dem WGT auf dem Gelände der AGRA, wurde nicht zuletzt dadurch wiederbelebt, dass der freundliche Messmann sagte, das Veranstaltungsgelände sei verkauft und es entstünde ein Neubaugebiet. Wer schon mal in Leipzig war, weiss natürlich von der Wohnraumknappheit, insbesondere in der Innenstadt, zu berichten. Da leuchten expansorische Pläne für Häuslebauer sofort ein. Der erwartbare Zuzug der vom Wohlstand frustrierten westdeutschen Frührentner scheint unmittelbar bevor zu stehen und da kann, nein muss, eine Landeshauptstadt gut vorbereitet sein. Laut Pressemitteilung der Stadt Leipzig läuft die Galgenfrist für das WGT auf dem AGRA-Gelände 2013 ab.

Was gab es sonst noch auf die Ohren? Geplant war ein gepflegter Ausklang mit den alten Bekannten von QNTAL im Schauspeilhaus (wegen der bequemen Sitze und dem Klang). Leider war die Schlange bereits 3 Stunden vor dem Konzert so lang, dass wir uns diesen Act einfach fürs Amphi-Festival in ein paar Wochen aufheben müssen. Stattdessen sind wir mal wieder zum Abschluss unserer Konzertreise im Kolrabizirkus gelandet, haben noch ein bisschen Gedröne von Agonoize mitgekriegt und uns dann von Kein Mehrheit für die Mitleid die Trommelfelle massieren lassen. Diese Ansammlung verbrauchter Möchtegern-Punks hat erwartungsgemäß den Ursound aus der Anfangszeit des Industrial zum Besten gegeben, blieben aber deutlich hinter der Leistung auf den Tonträgern zurück. Das beobachte ich jetzt schon bei mehreren Rentnerbands: Ob Cassandra Complex, Fields of the Nephilim oder auch Project Pitchfork, der Sound funktioniert nur noch, weil man im Kopf die schöne Version vom Band abruft und über den Lifesound legt. Da wünsche ich mir doch ein ehrliches Playback! Es ist nunmal nicht jedem gegeben, wie Johnny Cash bis zum bittersüßen Ende performen zu können.

In der Qulität gleichbleibend auf dem WGT war wieder die nächtliche Verköstigung in der Moritzbastei, für mich situativ einfach nur perfekt, im Nachgang habe ich mit den Kilos noch ein wenig zu kämpfen. Dieses Jahr fehlte mir ganz besonders dieses lecker mit Kräutern zugeworfene Fleisch am Grillspieß, eine echte Versorgungslücke im Heidnischen Dorf.

Total übertrieben war zudem der Stau auf der Rückfahrt am Dienstag. Acht Sunden im Auto sind nach so einem Wochenende einfach etwas zu lang. Na dann, bis zum nächsten Jahr.

Hier ein paar Eindrücke, mehr gibt es wie immer auf www.werturteilsfrei.de