Archiv für Konstanz

Gelungene Enthauptung

Posted in Mobiles Kulturgut with tags , , , , on 17. September 2009 by tobikult

Wenn Stuttgarter einen Bayern einen Kopf kürzer machen, dann sieht das zum Beispiel so aus:

BMW 02 (114 oder einfach 1600)
Baujahr 1969
Cabriolet von Baur, Stuttgart
2 Liter, 100 PS

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Pragmatischer Wahlkampf

Posted in allgemein with tags , , on 17. September 2009 by tobikult

image1720064927.jpgCDU und SPD sparen sich vielerorts Luftballons und Bonbons, indem sie ihren Strassenwahlkampf gemeinsam führen. Das ist vor allem für die SPD praktisch, fehlt doch zusehens das zu allem willige Parteifußvolk. Schirme sind hingegen in Hülle und Fülle vorhanden und können von koalitionsfähigen Parteien ausgeliehen werden.

Atommüllzwischenlager

Posted in allgemein with tags , , on 17. September 2009 by tobikult

image1668954840.jpgDreisten Etikettenschwindel an der Universität Konstanz entdeckt. In nahezu allen Gebäuden der Uni wurden die verdächtigen Fässer deponiert.

Gaststätte Seekuh Konstanz

Posted in Essen und Trinken with tags on 15. September 2009 by tobikult

An Rand der Altstadt, gegenüber dem Hafen, liegt die Gaststätte Seekuh. In Abgrenzung zu den touristisch konzipierten Restaurants, handelt es sich bei der Seekuh um ein öffentliches Wohnzimmer für Studierende und das bildungsbürgerliche Mileu, das dem Krawattenzwang widersagt.
Die Speisekarte ist überschaubar und preist Salate, Pasta und Pizza an. Ich bestellte die Pizza Seekuh (Käse, Tomaten, Zwiebeln, Salami, Schinken, Oliven, Champignons, Paprika) für € 9,20 und dazu ein Pils vom Fass (Ruppaner 0,3l für € 2,90). Die Pizza wird wohl in der Pfanne gebacken, was der Qualität des Teigs nicht zuträglich ist. Der Belag besteht aus frischen Zutaten und kann als flächendeckend beschrieben werden. Mein Abendessen verkürzte ich spontan, als ich das zweite längere Haar aus dem Essen zog. Ich bin da etwas spießig und lege Wert darauf, dass die angekündigten Zutaten nicht frei und ungefragt erweitert werden. Zudem geht es mir deutlich zu weit, wenn das Küchenpersonal sich mit Haut und Haaren verkaufen muss.

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Wer am Lack packt, kommt im Sarg!

Posted in allgemein with tags , on 15. September 2009 by tobikult

Studieren an der Universität Konstanz bietet nicht nur einen Crashkurs in verwirrter Architektur der sechziger Jahre, sondern auch Spaß und Spannung mit Langzeitwirkung. Statt Sanierung wurde einfach an jede Wand ein informativer Aufkleber angebracht. In Sachen Transparenz macht den Konstanzern keiner was vor. Lebenslanges Lernen und lebenslanges Gesundheitsrisiko können so Hand in Hand angeboten werden. Es herrscht ansonsten flächendeckend Rauchverbot.

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Surferträume am Bodensee

Posted in allgemein, Essen und Trinken with tags , , on 15. September 2009 by tobikult

Das Hotel Viva Paradise Island in Konstanz-Litzelstetten lädt seine Gäste ein, in Themenzimmern ihre Nachtruhe zu finden. Das Zufallsprinzip bei der Buchung bescherte mir ein Zimmer, ich tippe mal, zum Thema „Peterchens Mondfahrt“. Mein Zimmer befindet sich im blauen Flügel und die Innenarchitekten haben es mal so richtig krachen lassen: Dunkelblauglitzernder Badboden und passendes Waschbecken korrespondieren mit den unzähligen großen und kleinen blauen Sternen, die auf die Wände im Schlafraum gepinselt wurden. Auf dem Schreibtisch wohnt ein Sternenhimmelglobus und mein Zimmer hört auf den Namen Stella. Ansonsten ist die Einrichtung nüchtern, aber wertig. Soweit das Auge es beurteilen kann ist alles sauber und geordnet. Blöderweise ist der Ort Konstanz-Litzelstetten gar nicht in Konstanz, sondern sechs Kilometer vom Stadtkern entfernt. Hier findet man also Ruhe und Ruhe, wahlweise auch kombiniert mit Ruhe.

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Ein kleiner Fußmarsch von 10 min. genügt, schon steht man am Bodensee. Hier hat man die Möglichkeit die Insel Mainau aus der Distanz zu betrachten, ebenso liegt das Kloster Birnau in guter Feldstecherentfernung. _DSC5738-web

Kein touristisches Highlight biedert sich dem Erholungsbedürftigen an, und der Bodensee hat zu Beginn des Herbstes sein moderig-fauliges Geruchsgewand übergeworfen. Dieser Mief wird im Ferienort Litzelstetten flächendeckend durch die Kanalisation geleitet und steht somit auch in den Hotelzimmern zur Verfügung. Naturnahe Erholung ist hier nicht nur eine Worthülse, sondern wird ganzheitlich umgesetzt.

Das Abendessen in der Klischeedeko Hawaii-Surfer-Bar des Hotels fällt eher bescheiden aus. Das Restaurant lockt mit Gerichten vom Grill. Die Köche lassen sich durch eine Glasscheibe auf die Finger gucken und beeindrucken mit gelegentlichen Flammenspektakeln am Grillgerät. Mein Rumpsteak war recht kompakt geraten, fest im Biss mit einem rosaroten Kern. Die Bedienung wollte erst gar nicht wissen, wie ich meine gelegentliche Portion tierisches Eiweis zu genießen gedenke, so konnte aus ihrer Sicht wohl auch nichts schief gehen. Mir fehlte aber vor allem der Grillgeschmack. Zum Runterspülen wurde ein Lokalbier namens Meckatzer gereicht, weiches, leicht süßliches Mädchenbier vom Faß für €2,40 für das mit 0,3l gefüllte Glas. (Rumpsteak-Grill €13, die Fritten gingen extra für €3. Für ein 3.700-Seelen-Dorf im Grenzgebiet schon recht ordentliche Gebühren).

Die Nachtruhe wurde eingeleitet durch eine beinahe erfolgreich verdrängte Kindheitserinnerung: In meinem Startrek-Zimmer strahlte mir, kaum hatte ich das Licht ausgeschaltet, ein phosphorgelber Sternenhimmel von der Zimmerdecke entgegen. Ich schwankte innerlich zwischen Erheiterung und Fassungslosigkeit, dann schlief ich ein.