Archiv für Konsum

Konsumtempel

Posted in allgemein with tags , , on 27. Februar 2011 by tobikult

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Gesellschaftskritik

Posted in allgemein with tags , , , , , , on 13. Juni 2010 by tobikult

Kaputt. Konsum. Macht.

Also, kaputt ist zunächst einmal das Plakat. Und der Edding für die Parole? Selbst gebastelt? Geschnorrt? Geklaut?

Wenn die Lösung doch nur so einfach wäre… Ist sie aber nicht!

Der Sinn des Lebens

Posted in allgemein with tags , , , , , , on 16. April 2010 by tobikult

Dieses Wochenende wird richtig konsumiert! Es heißt „Einkaufen, bis die Kreditkarte glüht“!
Mal sehen, vielleicht gibt es ein neues Haus, ein neuer Computer muss wohl her, das Auto wird aufgemöbelt, die Klamottenläden werden um ihr tragbares Schwarz erleichtert und zwischendurch bestelle ich mir im Internet ein Kaugummi, das mir endlich den Sinn des Lebens erklärt.

Für diese und andere alltägliche Fragen und Wehwehchen bietet BlueQ passende Produkte an, die auch noch hübsch gestaltet sind! Aber Obacht, ihr kleinen Konsummonster, die shipping costs werden Euch umhauen!

Bilderquelle. http://www.blueq.com

Wir sind Badman

Posted in allgemein with tags , , , , , , , , , , , , , , , on 22. Januar 2010 by tobikult

Seit einem Jahr haben wir keinen Fernseher mehr. Wer jetzt glaubt, wir lebten hinter dem Mond, der irrt. Natürlich informieren wir uns über das Weltgeschehen und den einen oder anderen Sack Reis, der in China ungeheuerliche Dinge tut. Das Internet bietet hier eine Reihe von Angeboten, die auch den täglichen Nachrichtenkonsum in bewegten Bildern sicherstellen. Der Vorteil liegt für uns auf der Hand: Die Nachrichten laufen dann, wenn wir wollen. Seit einem Jahr haben wir keine Fernsehwerbung mehr konsumieren müssen. Es entstehen bereits echte Wissenslücken. In einigen Gesprächen kam man auf einen Mitarbeiter bei 1&1 zu sprechen, der sich uns bisher nicht vorgestellt hat, ansonsten aber bei allen Bundesbürgern bekannt zu sein scheint.

Gestern kam ich ob der Tagesdosis Nachrichten hinsichtlich meines Konsumverhaltens  ins Grübeln.  Mir wurden nur Geschichten angeboten, die ich bei genauerer Betrachtung gar nicht wissen will.

Ich kann damit nur schlecht umgehen, wenn mir erzählt wird, dass es in unserem Staat möglich ist, 210 Milliarden Euro in eine Bad Bank zu stecken und so zu tun, als wäre das verantwortliches wirtschaftliches Handeln. Das einzige Problem, das wohl bei der Hypo Real Estate durch dieses Vorgehen gelöst wird ist, dass ab dem nächsten Jahr die Bilanz wieder Gewinne aufweist und damit Bonuszahlungen gerechtfertigt werden. Normalerweise habe ich kein Gespür für Geldsummen jenseits der Millionengrenze. Doch in dieser Nachrichtensendung wurde mir eine Hilfestellung zuteil: 210 Milliarden Euro sind in etwa das, was der Bund in einem Jahr von seinen Bürgern kassiert. Das ist mir zu konkret. Ich hätte es gerne bei solchen wahnwitzigen Aktionen, wenn man sie schon nicht ohne großes Presse-Tamtam bewerkstelligen kann, bitteschön etwas abstrakter. Sonst wird noch der soziale Frieden wach und macht sich aus dem Staub. Vor allem, wenn man darüber informiert wird, dass die Geburtenrate weiter zurückgeht. Das heißt, mehr Schulden pro Schädel. Das sieht nicht gut aus für Badman und seine Bank! Ich befürchte, diese Bad Bank hat eine deutlich längere Laufzeit als alle unsere Atomkraftwerke. Erfolgreiche Konzepte sollten immer auch an die nächsten Generationen weitergegeben werden.

Ich finde diese offene Kommunikation der Meinungsverbreiter unverantwortlich und spreche mich für eine umfassende Selbstzensur aus. Bitte keine Geschichten mehr von den Herren Schreiber, Schäuble, Strauß und Stoiber oder anderen alliterarischen Männergruppen. Schluß mit Politpossen um Rösler und die Pharmafirmen, Westerwelle und Mövenpick oder Wulff und die Business-Class.

Man könnte die in Verruf geratenen Karlsbader Beschlüsse überarbeiten. Neben der Zensur der Presse fanden sich dort die Exekutionsordnung und das Universitätsgesetz mit dem Verbot der Burschenschaften,  der Schließung der Turnplätze und die Entlassung liberal und national gesinnter Professoren, die ihre Einstellung ihren Schülern vermittelten. Klingt streckenweise ganz brauchbar.

„Zensur spiegelt das mangelnde Vertrauen einer Gesellschaft in sich selbst wider“ sagte vor einer halben Ewigkeit Potter Stewart. Ich traue uns schon lange nicht mehr über den Weg. Als die Ackermann-Bande skandierte „Vertrauen ist der Anfang von von allem“ hätte wir rufen müssen: „Misstrauen* ist der Anfang von Eurem Ende„. Jetzt ist es wohl zu spät.

*Misstrauen ist die Vermutung, dass ein beliebiges System (z. B. eine andere Person, eine Organisation, ein Gegenstand, eine Information) nicht die Funktion erfüllt, die zu erfüllen suggeriert wird oder wünschenswert wäre. Misstrauen wird umgangssprachlich meist als das Gegenteil von Vertrauen angesehen. Es hat jedoch mit Vertrauen viele gemeinsame Eigenschaften und wurde von Niklas Luhmann als „funktionales Äquivalent“ bezeichnet, da es – wie auch Vertrauen – ebenfalls Komplexität reduziert. (Quelle: Wikipedia)