Archiv für Weihnachten

Leihen, nicht schenken!

Posted in allgemein with tags , , , on 18. Dezember 2011 by tobikult

In diesen Tagen werden wieder so viele Geschenke ausgetauscht, dass man schnell den Überblick verlieren kann.

Wer braucht was?

Wer hat schon alles?

Eine bessere Idee scheint mir die Möglichkeit, zu verleihen was man gerade nicht selber nutzt. Zum Beispiel im Zuge der Ermöglichung von Mikrokrediten, wie das auch bei Kiva der Fall ist.

Und damit wir nicht das Gefühl haben, dass sich das nicht genug entwickele, wir einer sozialromantischen Nischenidee nachgingen, hier eine gefällige Visualisierung der Entwicklung dieser Aktivitäten, die Dir sagt: Du bist nicht allein!

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Wenn der Adel versagt

Posted in allgemein, Kultur with tags , , , , , , , on 2. Oktober 2010 by tobikult

Gestern hat das Volk endlich doch noch etwas entscheiden dürfen. Wie ein Blitzableiter für die frustierten Demonstranten, Protestler, Unzufriedenen und an-der-Welt-Verzweifler kam der Bundesvision Song Contest daher. Funktionierte leider nicht bei mir, weil…

  1. ich habe gar keinen Fernseher
  2. Unheilig mich mal gern haben können

Jetzt ist der Graf ja für einen Schwarzseher wie mich kein unbeschriebenes Blatt. Was vor ein paar Jahren noch als fluffig-leichte Unterhaltung auf einschlägigen Musikveranstaltungen von Unheilig präsentiert wurde (Maschine, Sage Ja) und trotz bereits damals ausgeprägter Reim-Inkompetenz gut funktionierte, hat augenscheinlich einen tragischen Tiefpunkt gefunden.

„Legt Eure Waffen nieder, wir singen dunkle Lieder, die ganze Nacht und jedes Mal ist Mitternacht“ könnte aber zum Durchhaltelied der wackeren Baumbeschützer im Stuttgarter Schlosspark werden. Depremierend genug ist es jedenfalls arrangiert.

Das Volk liebt es anscheinend anspruchsarm und sinnentleert und da hat der Graf mit seinem aktuellen Programm beim bunten Publikum voll ins Schwarze getroffen.

In der Weihnachtszeit ist der Graf aber wieder gesetzt. Da geht nix ohne seine musikalische Untermalung.

😉

Die Tücken der Kommunikationstechnik

Posted in allgemein with tags , , , , on 24. Dezember 2009 by tobikult
Quelle: http://www.nichtlustig.de/toondb/051216.html

Männer allein im Wald

Posted in allgemein with tags , , , , , on 18. Dezember 2009 by tobikult

Während wir uns jahreszeitlich bedingt mit George Michael und Chris Rea rumschlagen müssen, hat das Volk, das den Heavy Metal erfunden hat, ganz andere Einstimmungen auf das Jahresende für sich entdeckt.

Die Finnen sind ein wunderbares Volk, ich bin aber froh, dass ich bisher nur im Sommer bei Ihnen zu Besuch war. Was die in der dunklen Jahreszeit veranstalten, ist nichts für schwache Nerven!

Die Literal Version der amerikanischen Weihnachsthymne von Wham versöhnt uns ein wenig mit der ansonsten ins Unerträgliche abgeglittenen musikalischen Untermalung zeitgenössischer Jahresendzeitereignissen. Nur so ertrage ich dieses Gedudel noch:

Skurrile Vorweihnachtszeit

Posted in allgemein with tags , , on 13. Oktober 2009 by tobikult

Was bitteschön soll der Kunde hiervon halten?
Sich einen Adventskalender bereits im Oktober an die Wand zu hängen, mag ein aufregendes Abenteuer für schokogierige Masochisten sein. Der vermeintliche Verkauf von Inkontinenzartikeln in dieser vorweihnachtlichen Verpackungsspezialität zielt entweder auf die Konsumentengruppe der Neugeborenen, Greise oder entsprechend orientierten Fetischisten ab. Jahresendzeitstimmung kommt bei mir nicht auf, beherzigt doch der geschulte Werbepsychologe, niemals Schokolade in die thematische Nähe zu Körperausscheidungen zu bringen.

Stark im Preis ist das Produkt, da gibt es nichts.

Cafe Central und Heldenbar in Essen

Posted in Essen und Trinken with tags , , , , , on 7. Oktober 2009 by tobikult

image945625891.jpgIn Essen muss man sich nicht gleich Dunkel lockende Welt unter der Leitung von Schirin Khodadadian geben, um mal ins Theater zu gehen. Im sogenannten Grillo-Theater inmitten der Innenstadt finden sich ein Café und eine Bar, die ab 10:00 Uhr Besucher mit einem Frühstück begrüßen. Mir gefällt das Gebäude mit seinen neoklassizistischen Ursprung und den nach dem Wiederaufbau hinzugewonnenen klaren Linien sehr gut.

Der Eingangsbereich verlangt sofort nach einer Entscheidung: die doppelläufige Wendeltreppe rechts ins Cafe Central oder links zur Heldenbar nehmen? Solche, in sich verwobenen Treppenhäuser, bin ich als Kind schon im Schloss Chambord begeistert rauf und runter gerannt.

Ich entscheide mich ob der Tageszeit für das Cafe Central und gelange in einen hohen Saal mit Säulengang und Kaffeehausausstattung. Hier wird beizeiten auch Kleinkunst und unkonventionelles Theater serviert. Als nächste Aufführung steht Das Kapital kriegt die Krise auf dem Spielplan.

Der Cappucino für € 2,40 ist hervorragend, mild, leicht nussig und mit Zartbitterschokostaubmilchschaumhütchen zum Löffeln. Die Speisekarte offeriert für uns Freunde des Butterbrots zudem auch Kniften: „frisches Graubrot bestrichen mit Remoulade, belegt mit Salat, Gemüse und“ – von Ziegenkäse über Eisalat bis hin zu Flusskrebsen (€ 3,10 – €4,20). Von mir gibt es für diese Delikatessen gleich mal einen TobiKult-Stern extra! Das nächste Mal probiere ich noch die drei Lammfrikadellen mit Honigsenf für € 3,00.

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An der Fensterfront ist noch ein Tisch frei und ich blicke auf den Theaterplatz und ein Stück der Fußgängerzone. Von hier oben erträgt man das Treiben und kann seinen Gedanken nachgehen. Die Essener schauen allerdings alle etwas betrübt drein. Die Stadt hat den Strukturwandel nicht so recht hinbekommen. Viel Leerstand, ein paar Billigangebotsketten, dazu nüchterne Nachkriegsarchitektur oder 70er Bausünden. Da ist es vielleicht nicht so einfach, fröhlich in die Welt zu schauen.

Den Stadtpolitikern ist das nicht entgangen und man stemmt sich voll dagegen: Die Weihnachtsbeleuchtung (die hässlichste, die ich seit Jahren gesehen habe) wurde bereits Anfang Oktober aufgehängt, um die Stimmung zu heben. Streber! Bei den heute erreichten 25 Grad Außentemperatur und latenten Sonnenschein ist das fast wie Weihnachten auf Malle.Foto1