Archiv für Pizza

Wer braucht schon Jungfrauen?

Posted in allgemein with tags , , , , , , , , , , , , , on 20. Mai 2011 by tobikult

Das Paradies reicht in der Vorstellung der Menschen von einer Wolkenlandschaft, in der den ganzen Tag in weißen Leibchen „Halleluja“ gesungen wird, bis hin zu einem Ort sexueller Ausschweifung mit über 70 Jungfrauen.

Für Nerds und Nerdartige hat das Paradies eine Farbtiefe von maximal
8 Bit
und bietet randgruppenspezifische Kurzweil, die „Pong“, „Space Invaders“, „Mortal Kombat“ oder „Frogger“ heißt.

Der direkte Vorgarten dieses Paradies befindet sich in Karlsruhe, wo der Verein RetroGames e.V. jeden Samstag zu nächtlicher Stunde  seine Pforten öffnet und zu wilder Ballerei, anmutigem Kugelschubsen, freundlicher Schlägerei und allerlei Parcourfahrten einlädt.

Die Rahmenbedingungen sind durchaus als himmlisch zu bewerten:
3 EUR Eintritt und freies Daddeln an allen Maschinen – all you can play. Das Tannenzäpfle 0,3l, frisch entkorkt, und andere Zielwasser kosten 1,50 EUR.

Über die Musikanlage werden stilecht 80er Jahre Wave-Klassiker gespielt. Fehlt nur noch die Pizza, dann ist das Tekki-Paradies perfekt.

Advertisements

Ordnung muss sein!

Posted in Essen und Trinken with tags on 13. Oktober 2009 by tobikult

Wenn Deutsche Pizza backen…

Pizza-Service Werbung – die nächste Generation

Posted in Essen und Trinken with tags , on 9. September 2009 by tobikult

Früher gab es an dieser Stelle lediglich Faltblätter. Der wirklich kundenorientierte Pizza-Service überzeugt heute durch Probierstückchen.

Bild 412

Bild 184

Keine Pizza in Salerno

Posted in Essen und Trinken with tags , on 11. Juli 2009 by tobikult

Das Wochenende gemeinsam mit guten Freunden zu beginnen, ist eine feine Sache. Das heikle Thema, in welches Speisenlokal wir gehen, wurde heute nicht aufgewärmt, alle hatten Lust auf leckerste Pizzen und Nudelgerichte, die man in Heidelberg finden kann. Sieben hungrige Mägen trafen sich in der Brückenstraße bei Salerno i Calabrese. Seitdem der Wirt seinen Pizza-Heim-Service, der uns durchs ganze (lange) Studium begleitet hatte, mit einem kleinen Restaurant kombinierte, können die italienischen Leckereien nun auch vor Ort verzehrt werden. Da in den Gaststättenräumen vorher der beste Konditor der Stadt seinem Kunsthandwerk nachging, ist der pavlovsche Speichelflußfaktor alleine schon räumlich begründbar.

IMG_0361

Was uns an diesem Freitag widerfuhr, läßt sich zusammengefaßt so darstellen:
40 min. nach der ersten Bestellung (mit gelegentlichen Zwischenbestellungen) bekam ich mein erstes Bier, Bitburger Pils, Flaschengärung 0,5l für 3,50 EUR.
60 min. nach der Bestellung stand der Vorspeisensalat auf dem Tisch, die Antipasti Frutti di Mare wurde uns ausgeredet, „die dauert aber sehr lange“.
90 min. nach der Bestellung gab es für einige von uns Pizza. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits auf das kollektive Notprogramm umgestellt: alles, was auf den Tisch kommt, wird mit allen geteilt, jeder bestellt immer für alle nochmal Getränke mit. Einige haben konkrete Hilfe beim Servieren und Abräumen angeboten.

Es hat allen hervorragend geschmeckt, wobei meine Vergleichs-Calzone zu meiner Überraschung vegetrisch und voll von Spinat, Pilzen und Zwiebeln war. Die Karte wies ungenauerweise nur „gefüllte Pizza“ aus. Der Teig war bei allen Pizzen 1A und die Ofenzeit optimal ausgelegt. Hier versteht jemand sein Handwerk als Pizzabäcker. Fehlt nur noch jemand, der sich mit Gastronomie auskennt. Als besonderes Testessen hatten wir einmal Lammfilet an Salat bestellt. Dieses Gericht erhielt seine gebührende Aufmerksamkeit, es wurde einfach deutlich später als die Pizzen bereitgestellt.
Zu erwähnen ist allerdings, dass eine Mitesserin ihre Pizza nicht erhalten hat, in den zweieinhalb Stunden unseres Aufenthalts. Die Gesamtrechnung von über 170 EUR haben wir für uns als Beleg interpretiert, diesem Restaurant gegen einigen Widerstand hartnäckig eine Reihe von Speisen und Getränke abgerungen zu haben.

Die Erfahrungen an diesem Abend decken sich mit unseren Eindrücken aus der jüngsten Pizza-Heim-Lieferzeit dieses Restaurants. Wenn man mal was bekommt vom Salerno, dann ist es ausgesprochen lecker. Leider dauert der Lieferservice genauso lange wie die Pizza vor Ort. Man sollte in Stunden und nicht in Minuten rechnen, wenn man seinen italienischen Abend hier kulinarisch verbringen möchte.

Der Vollständigkeit halber muss erwähnt werden, dass die Weingläser schlierig und die Wassergläser so neu waren, dass sie noch den Aufkleber des Herstellers am Glasrand trugen (wir haben uns an unsere Jugend mit den Leonardo-Gläsern erinnert, hätten das aber gerne ohne diesen Hinweis getan).

Ristorante Casa Sorrento

Posted in Essen und Trinken with tags , on 26. Juni 2009 by tobikult

Bei sonnigem Wetter haben wir uns nach Rohrbach bequemt, um dort unter roten Cola-Schirmen Pizza und Pasta zu genießen. Das Casa Sorrento ist  ein stilfreier Flachbaubungalow mit einer Terasse und einem eigenen Parkplatz davor. Auf den ersten Blick könnte es sich auch um einen Getränkemarkt mit Außenbestuhlung aus flaschengrünem Plastik handeln.

image2105692288.jpg

Der Wirt ist ist in seiner Jugend wohl auf einer Partydroge hängengeblieben, die es ihm erlaubt, alle Menschen nicht ernst zu nehmen und unendwegt spassig zu tun. Keine Bestellung blieb unkommentiert, jeder Wein war Lambrusco und die Pasta hieß „Nudeln mit irgendwas komischen“. Das Essen kam zügig und wir konnten alle gemeinsam essen, was bei sieben Personen nicht selbstverständlich ist. Meine Pizza Calzone hatte neben den der Karte nach zu erwartenden Zutaten zusätzlich ein Smoke-Flavour. Bei genauerer Inspektion des Unterbodens war schnell klar: zum Teil verkokelt. Blöderweise nur gerade so, dass man es schmeckte, mir hat es aber nicht gereicht um sie wieder zurückzugeben. Außerdem war ich ja nicht grundlos Gast in diesem Haus, ich hatte Hunger! Insgesamt hat das Essen aber allen geschmeckt und alle sind satt geworden.

Die Preise sind für norditalienische Maßstäbe sehr niedrig. Nur der Fisch muss mit Gold aufgewogen werden, wir hatten keins dabei also gab es auch keinen. Erfeulich war auch die auf Nachfrage dargereichte große Weissweinschorle, 0,5l für 5 EUR.